Mitmachaktion gegen dubiose Anticorona-Aktivitäten

Der Runde Tisch gegen Rechts Landshut initiierte eine Mitmachaktion gegen Antisemitismus, Rassismus, Nazis und Verschwörungstheorien! Inzwischen haben sich bereits einige Leute mit Bild eindeutig positioniert. Auf diese Weise entstand eine Collage mit der Überschrift: Grundrechte schützen!

Diese Collage ist ein coronabedingtes Dagegenhalten gegen die landauf landab stattfindenden Anticorona-Demos, Kundgebungen oder Autokorsos – auch in Niederbayern – auch in Landshut.

Unter welchem Namen sie auch immer firmieren, finden wir es erschreckend, wie anlässlich einer Pandemie unter dem Mäntelchen des Grundrechtsschutzes menschenrechts- und demokratiefeindliche Ismen und Theorien vollmundig verkündet werden und häufig unter Missachtung aller gesundheitsschützender Maßnahmen. Auch AfD Politiker gehören landesweit zu den Teilnehmern, wobei sie die Nähe zu Rechtsextremen nicht stört. Schlag nach bei Goethe kann man da nur sagen: „Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist …“

Wir sammeln weiter Beiträge mit Fotos, die wir gegebenenfalls auf der Website des Runden Tischs gegen Rechts veröffentlichen.
Sollten auch Sie sich an dieser Mitmachaktion beteiligen wollen, dann schicken Sie Ihr – gerne auch kreativ gestaltetes – Foto an rundertisch-landshut@web.de unter dem Motto: „Grundrechte schützen! Und als Hygienemaßnahme Abstand halten zu Antisemitismus, Rassismus, Nazis und Verschwörungstheorien!“

3.3.20: Rechtsextremismus in Niederbayern

Der Runde Tisch gegen Rechts Landshut lädt zur Veranstaltung „Rechtsextremismus in Niederbayern“ mit Robert Andreasch ein.

Der Soziologe und Journalist arbeitet bei der antifaschistischen Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München. Diese sammelt seit 1990 Material zu Themen wie Nationalsozialismus, Rassismus oder extremen rechten Gruppierungen. Zusammenhänge in der rechten Szene werden recherchiert und die Entwicklung über längere Zeiträume verfolgt. Andreasch war Beobachter im Prozess gegen Rechtsterrorismus wie der NSU und der Gruppe von Martin Wiese, die 2003 einen Anschlag auf die Grundsteinlegung des jüdischen Zentrums in München geplant hatte.

In seinem Vortrag in Landshut wird er auf die extreme Rechte in Niederbayern eingehen.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 3. März, um 19.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus der AWO, Ludmillastraße 15a, statt.

Laut §6 Versammlungsgesetz sind Rechte, Neonazis, deren SympathisantInnen sowie Personen, die in der Vergangenheit durch rassistische, antisemitische, sexistische oder nationalistische Äußerungen aufgefallen sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.

12.10.19: Stürzenberger nicht unkommentiert lassen

Für Samstag, 12.10. hat sich er mehrfach vorbestrafte Münchner Hassredner Michael Stürzenberger zu einer Kundgebung vor der Martinskirche in der Landshuter Altstadt angekündigt.

Stürzenberger versucht sich selbst seit Jahren unter unterschiedlichsten Labels („Pegida München das Original“, „Bürgerbewegung Pax Europa“ (BPE), „PI News“, „Die Freiheit“…) als Gallionsfigur der „islamkritischen“ Bewegung zu inszenieren. Die von ihm prognostizierte angebliche „Islamisierung des Abendlandes“ ist ein rechter Kampfbegriff, der die bloße Anwesenheit von Muslim_innen zum Problem erklärt. Verallgemeinernde Begriffe wie „der Islam“ und „die Muslime“ grenzen Menschen bewusst aus der Gesellschaft aus. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (zu der u.a. die Islam- und Muslimfeindlichkeit oder Rassismus gehören), die sich zunehmend auch in gewalttätigen Übergriffen äußert, ist eine große Gefahr für unser Zusammenleben.

Wir wollen dagegen vor Ort als „kritische KundgebungsteilnehmerInnen“ protestieren (rote Karte, Schilder, Pfeiferl und was Ihr mitbringt).

Angekündigt ist die Stürzenberger Veranstaltung von 11.00-18.00 Uhr. Wir werden deshalb bereits ab 10.30 Uhr uns vor der Martinskirchen einfinden. Da Stürzenberger dafür bekannt ist bei solchen Kundgebungen Reden in einer Art Dauerschleife zu präsentieren, ist auch eine Unterstützung der „kritischen KundgebungsteilnehmerInnen“ zu einem späteren Zeitpunkt möglich.

Zeigen wir rechten Hetzern wie Stürzenberger und Co, dass sie auch in Landshut unerwünscht sind!

Pressemitteilung

Handeln statt ignorieren

Nazis von der Partei “Der III. Weg” sind am Samstag, 18.04., ab 15.30 Uhr durch die Landshuter Innenstadt marschiert. Kurzfristig darauf aufmerksam gemacht, gelang es Landshuter Nazigegnern rund um den Runden Tisch gegen Rechts noch ca. 30-40 Personen zu mobilisieren, die dann zum Ende der Veranstaltung gegen die Nazis protestierten.

Aufgrund des großen Polizeiaufgebots, muss die Demonstration wohl ordnungsgemäß beim Amt für Öffentliche Ordnung der Stadt Landshut angemeldet gewesen sein. Umso verwunderter sind wir vom Runden Tisch gegen Rechts, dass die Stadt Landshut in keinerlei Form selbst aktiv wurde, um deutlich zu machen, dass Nazis in Landshut unerwünscht sind. Man könnte fast meinen, die Stadt habe überhaupt kein Interesse an einer öffentlichen Bekanntmachung gehabt. Hier wirken Entgegen dem auf historischen Gedächtnisfeiern oder auch die Kundgebung „Niederbayern ist bunt! Wir für Demokratie und Vielfalt!“ nur wie leere Phrasen.

Durch Wegschauen und Ignorieren wird Nazis die Möglichkeit geboten, wenn auch nicht gerade der „Rote Teppich“ ausgelegt, unwidersprochen ihre menschenverachtenden Parolen und Ausländerhetze zu verbreiten.

Wir fordern von der Stadt Landshut ihre Politik der Nichtveröffentlichung und des Wegschauens zu stoppen und auch Aufzüge von Nazis, genauso wie oft andere öffentliche Veranstaltungen, rechtzeitig öffentlich zu machen. Auch z.B. ein Transparent am Ländtor, das die Position der Stadt zu solchen Aufzügen ausdrückt, würde der Stadt Landshut nicht schlecht zu Gesichte stehen!

Benefizkonzert zum Internationalen Tag Gegen Rassismus

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus veranstaltet die Initiative „Kein Raum für Rassismus“ am Freitag den 22.3. im JUZ Poschingervilla ein Benefizkonzert. Ermöglicht durch die Unterstützung der Stadt Landshut und des Jugendzentrums, kommt der Erlös antirassistischer Arbeit in der Region zugute , namentlich der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und Migrant_Innen Landshut und dem Bayerischen Flüchtlingsrates.

Für das Konzert konnten einige Größen der Landshuter Kulturlandschaft gewonnen werden. Den Auftakt macht das trio bis wurm, mit dem Jazzmusiker, Schlagwerker, BR-Jazzkritiker und Moderator Roland Biswurm. Gefolgt von Kraju Kingz, dem neuen Seitprojekt von Kein Vorspiel und Yoldas, mit dem dementsprechenden Mix aus türkischem Rock und Balkan Brass.

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bluesgangsters

Last but not least stehen die Blues Gangsters auf der Bühne, die Landshuter Bluesrockikone, die sich seit ihrer Gründung 1982 auch international einen Namen gemacht haben und sich trotz 30ig jähriger Bühnenpräsenz jähriger Bühnenpräsenz von der Masse der Bluesbands durch ihren eigenständigen, rauhen, offenen und kantigen Heavy-Bluesrock absetzen. In der Disco gibt es begleitend und im Anschluss, für alle die noch länger das Tanzbein schwingen wollen, Raritäten aus Balkan, Deep House und Techno vom Plattenteller, präsentiert von MFDO.

Das Programm der Internationalen Wochen gegen Rassismus finden Sie unter:
http://www.haus-int.de/images/HI/HI-News/iwgegenr_flyer12.pdf

Landshuter Erklärung

Der Runde Tisch gegen Rechts startet eine neue Kampagne: Landshuter Erklärung

Die Landshuter Erklärung umfasst ein Bekenntnis zu Aktionen zivilen Ungehorsams gegen das öffentliche Auftreten von Nazis. Warum dies notwendig ist, erklärt ein Nazi-Aussteiger:

“Für die Szene ist es ein großer Erfolg, wenn sie am Marktplatz direkt in der Innenstadt auftreten kann und nicht auf einem Parkplatz außerhalb”, sagt Benneckenstein. Es werde als Kapitulation wahrgenommen, wenn die Einwohner ihre Stadt den Neonazis überließen. “Blockieren bringt immer was, weil die Leute keine Lust haben, fünf Stunden mit dem Zug zu fahren, drei Stunden rumzustehen und wieder zurückzufahren. Auf solche Demos fährt man ungern.” (Quelle: SZ)

Wir wollen damit deutlich machen, dass viele Landshuter und Landshuterinnen und Bürger und Bürgerinnen aus dem Landkreis sich aktiv gegen Nazis stellen und dies auch in die öffentliche Diskussion bringen.

Als Kampagnenmaterial stellen wir ein Begleitschreiben zur Verfügung, in dem die wesentlichen Inhalte und Ziele der Kampagne erklärt werden: Begleitschreiben (.pdf)

Zentral ist natürlich die Unterschriftenliste, mit der wir Unterschriften sammeln werden. Bitte beachtet: eine Veröffentlichung des Namens in der Presse ist nicht zwingend notwendig, aber die Kampagne macht nur Sinn, wenn wir viele Bürger und Bürgerinnen dazu motivieren können, mit ihrem Namen für eine gute Sache zu stehen: Unterschriftenliste (.pdf)

Wer den Runden Tisch gegen Rechts Landshut zusätzlich mit einer Spende unterstützen will:

M. Kroiss/Runder Tisch gegen Rechts
Kto.: 155 11 59
Blz.: 743 900 00
VR-Bank Landshut
Verwendungszweck: Runder Tisch

Bitte beachtet die auf den Unterschriftenlisten vermerkte Deadline: alle Unterschriftenlisten müssen bis spätestens 20.9.2012 über die angegebenen Kontaktmöglichkeiten abgegeben werden!

OB Rampf unterstützt die Initiative „Kein Raum für Rassismus“

Bei einem Treffen der Wirte-Initiative mit dem Oberbürgermeister Herrn Hans Rampf und Vetretern der Stadt am 18.01. wurde die Unterstützung vertieft. So schloss sich die Stadt Landshut als erste öffentliche Einrichtung unserer Erklärung an und ruft gemeinsam mit uns Geschäftsleute, öffentliche Einrichtungen und weiterhin Wirte und Wirtinnen dazu auf unsere Erklärung zu unterzeichnen. Oberbürgermeister Rampf betonte: “Wir dürfen nichts unversucht lassen, um zu zeigen, dass Rechtsextremismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und jegliche Art von Diskriminierung in unserer Stadt nichts verloren haben”.

Die ersten Geschäfte haben sich bereits bei uns gemeldet. Wenn Sie Interesse haben, unsere Erklärung zu unterzeichnen und uns zu unterstützen, melden Sie sich doch einfach bei uns, wir besuchen Sie gerne.