Pressemitteilung

Handeln statt ignorieren

Nazis von der Partei “Der III. Weg” sind am Samstag, 18.04., ab 15.30 Uhr durch die Landshuter Innenstadt marschiert. Kurzfristig darauf aufmerksam gemacht, gelang es Landshuter Nazigegnern rund um den Runden Tisch gegen Rechts noch ca. 30-40 Personen zu mobilisieren, die dann zum Ende der Veranstaltung gegen die Nazis protestierten.

Aufgrund des großen Polizeiaufgebots, muss die Demonstration wohl ordnungsgemäß beim Amt für Öffentliche Ordnung der Stadt Landshut angemeldet gewesen sein. Umso verwunderter sind wir vom Runden Tisch gegen Rechts, dass die Stadt Landshut in keinerlei Form selbst aktiv wurde, um deutlich zu machen, dass Nazis in Landshut unerwünscht sind. Man könnte fast meinen, die Stadt habe überhaupt kein Interesse an einer öffentlichen Bekanntmachung gehabt. Hier wirken Entgegen dem auf historischen Gedächtnisfeiern oder auch die Kundgebung „Niederbayern ist bunt! Wir für Demokratie und Vielfalt!“ nur wie leere Phrasen.

Durch Wegschauen und Ignorieren wird Nazis die Möglichkeit geboten, wenn auch nicht gerade der „Rote Teppich“ ausgelegt, unwidersprochen ihre menschenverachtenden Parolen und Ausländerhetze zu verbreiten.

Wir fordern von der Stadt Landshut ihre Politik der Nichtveröffentlichung und des Wegschauens zu stoppen und auch Aufzüge von Nazis, genauso wie oft andere öffentliche Veranstaltungen, rechtzeitig öffentlich zu machen. Auch z.B. ein Transparent am Ländtor, das die Position der Stadt zu solchen Aufzügen ausdrückt, würde der Stadt Landshut nicht schlecht zu Gesichte stehen!

Benefizkonzert zum Internationalen Tag Gegen Rassismus

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus veranstaltet die Initiative „Kein Raum für Rassismus“ am Freitag den 22.3. im JUZ Poschingervilla ein Benefizkonzert. Ermöglicht durch die Unterstützung der Stadt Landshut und des Jugendzentrums, kommt der Erlös antirassistischer Arbeit in der Region zugute , namentlich der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und Migrant_Innen Landshut und dem Bayerischen Flüchtlingsrates.

Für das Konzert konnten einige Größen der Landshuter Kulturlandschaft gewonnen werden. Den Auftakt macht das trio bis wurm, mit dem Jazzmusiker, Schlagwerker, BR-Jazzkritiker und Moderator Roland Biswurm. Gefolgt von Kraju Kingz, dem neuen Seitprojekt von Kein Vorspiel und Yoldas, mit dem dementsprechenden Mix aus türkischem Rock und Balkan Brass.

kraju_kingz
bluesgangsters

Last but not least stehen die Blues Gangsters auf der Bühne, die Landshuter Bluesrockikone, die sich seit ihrer Gründung 1982 auch international einen Namen gemacht haben und sich trotz 30ig jähriger Bühnenpräsenz jähriger Bühnenpräsenz von der Masse der Bluesbands durch ihren eigenständigen, rauhen, offenen und kantigen Heavy-Bluesrock absetzen. In der Disco gibt es begleitend und im Anschluss, für alle die noch länger das Tanzbein schwingen wollen, Raritäten aus Balkan, Deep House und Techno vom Plattenteller, präsentiert von MFDO.

Das Programm der Internationalen Wochen gegen Rassismus finden Sie unter:
http://www.haus-int.de/images/HI/HI-News/iwgegenr_flyer12.pdf

Landshuter Erklärung

Der Runde Tisch gegen Rechts startet eine neue Kampagne: Landshuter Erklärung

Die Landshuter Erklärung umfasst ein Bekenntnis zu Aktionen zivilen Ungehorsams gegen das öffentliche Auftreten von Nazis. Warum dies notwendig ist, erklärt ein Nazi-Aussteiger:

“Für die Szene ist es ein großer Erfolg, wenn sie am Marktplatz direkt in der Innenstadt auftreten kann und nicht auf einem Parkplatz außerhalb”, sagt Benneckenstein. Es werde als Kapitulation wahrgenommen, wenn die Einwohner ihre Stadt den Neonazis überließen. “Blockieren bringt immer was, weil die Leute keine Lust haben, fünf Stunden mit dem Zug zu fahren, drei Stunden rumzustehen und wieder zurückzufahren. Auf solche Demos fährt man ungern.” (Quelle: SZ)

Wir wollen damit deutlich machen, dass viele Landshuter und Landshuterinnen und Bürger und Bürgerinnen aus dem Landkreis sich aktiv gegen Nazis stellen und dies auch in die öffentliche Diskussion bringen.

Als Kampagnenmaterial stellen wir ein Begleitschreiben zur Verfügung, in dem die wesentlichen Inhalte und Ziele der Kampagne erklärt werden: Begleitschreiben (.pdf)

Zentral ist natürlich die Unterschriftenliste, mit der wir Unterschriften sammeln werden. Bitte beachtet: eine Veröffentlichung des Namens in der Presse ist nicht zwingend notwendig, aber die Kampagne macht nur Sinn, wenn wir viele Bürger und Bürgerinnen dazu motivieren können, mit ihrem Namen für eine gute Sache zu stehen: Unterschriftenliste (.pdf)

Wer den Runden Tisch gegen Rechts Landshut zusätzlich mit einer Spende unterstützen will:

M. Kroiss/Runder Tisch gegen Rechts
Kto.: 155 11 59
Blz.: 743 900 00
VR-Bank Landshut
Verwendungszweck: Runder Tisch

Bitte beachtet die auf den Unterschriftenlisten vermerkte Deadline: alle Unterschriftenlisten müssen bis spätestens 20.9.2012 über die angegebenen Kontaktmöglichkeiten abgegeben werden!

OB Rampf unterstützt die Initiative „Kein Raum für Rassismus“

Bei einem Treffen der Wirte-Initiative mit dem Oberbürgermeister Herrn Hans Rampf und Vetretern der Stadt am 18.01. wurde die Unterstützung vertieft. So schloss sich die Stadt Landshut als erste öffentliche Einrichtung unserer Erklärung an und ruft gemeinsam mit uns Geschäftsleute, öffentliche Einrichtungen und weiterhin Wirte und Wirtinnen dazu auf unsere Erklärung zu unterzeichnen. Oberbürgermeister Rampf betonte: “Wir dürfen nichts unversucht lassen, um zu zeigen, dass Rechtsextremismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und jegliche Art von Diskriminierung in unserer Stadt nichts verloren haben”.

Die ersten Geschäfte haben sich bereits bei uns gemeldet. Wenn Sie Interesse haben, unsere Erklärung zu unterzeichnen und uns zu unterstützen, melden Sie sich doch einfach bei uns, wir besuchen Sie gerne.

Wirte-Initiative startet

Die Gastronomie in Landshut zeigt Zivilcourage gegen Neonazismus und Rassismus!

Einige Landshuter Wirtinnen und Wirte wollen etwas präventiv gegen Diskriminierung unternehmen und haben deshalb die hier veröffentlichte Erklärung als Plattform erarbeitet. Ähnliche Initiativen gibt es auch schon in anderen Städten. So haben z.B. in Regensburg mittlerweile bereits 114 Regensburger Gastronomiebetriebe die Regensburger Erklärung „Keine Bedienung für Rassisten“ unterschrieben.

Wenn Sie diese Erklärung für richtig halten und unterstützen, bitten wir sie diese Erklärung der Landshuter Wirte öffentlich zu unterstützen, auf der Seite Mitmachen! finden Sie dazu ein Formular.

Zusätzlich zur Unterzeichnung dieser Erklärung gibt es Plakate, Aufkleber und unser Logo, um das Anliegen überall publik zu machen – z.B. auch in Ihrem Lokal. Sie können diese bei uns anfordern oder im Bereich Material & Downloads selber herunterladen und ausdrucken.

So berichteten die Medien über unsere Initiative (derzeit ist nur noch ein Bericht verfügbar):www.wochenblatt.de