Der Runde Tisch gegen Rechts Landshut lädt in Zeiten von Rechtsruck und der Bedrohung der Demokratie wichtige Akteur*innen der Landshuter Zivilgesellschaft zum 2. Landshuter Demokratie-Kongress am Samstag, den 21. November 2026 im Jugendsozialwerk Landshut ein. Wir möchten einen Raum bieten, in dem sich Akteur*innen der Landshuter Zivilgesellschaft kennenlernen und darüber diskutieren können, wie wir gegen das Erstarken der extremen Rechten vorgehen sowie eine offene, bunte und demokratische Gesellschaft in Landshut verteidigen und stärken können.
Hinweis: Personen aus dem extrem rechten Milieu/Organisationen/Parteien sind von der Veranstaltung ausgeschlossen. Ihre Anmeldung wird nicht akzeptiert und vor Ort das Hausrecht durchgesetzt.
Unsere monatlichen Orga Treffen bieten leider nicht viel Zeit und Raum für persönlichen Austausch. Daher bieten wir hierfür jetzt ein Offenes Treffen an:
🤔 Was macht eigentlich der Runde Tisch gegen Rechts? Wie kann ich mich selber einbringen?
👉 Um all das und noch viel mehr geht es bei unserem offenen Treffen. Es gibt Infos zu unserer Arbeit und wie du selbst aktiv werden kannst. Außerdem wollen wir einen Raum für Austausch und Vernetzung schaffen. 🤝
Egal, ob du schon lange ein Engagement suchst, oder ganz neu dabei bist – komm vorbei, wir freuen uns auf dich! ☺️
Hier noch mal alle wichtigen Infos: 🗓️ 17.09.26 ⏰ 19:30 Uhr 📍 Zentrale zum Rieblwirt
Nach aktuellen Prognosen wird die AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen Anhalt am 6. September 2026 ihr Wahlergebnis von 2021 mehr als verdoppeln können – von knapp 21 Prozent auf über 40. Sie wird damit mit Abstand die stärkste Fraktion im dortigen Landtag sein, schlimmsten Falls wird sie sogar die Regierung für die nächsten fünf Jahre stellen. Somit wäre Sachsen-Anhalt das erste Bundesland, das nach 1945 wieder eine rechtsextreme Regierung hätte. Das Wahlprogramm aus Sachsen-Anhalt zeigt, dass die AfD ein fundamental anderes Verständnis von Staat, Demokratie, Gesellschaft und Gewaltenteilung hat. Sie sieht sich als einzig wahre Verfechterin der Demokratie, die Politik aller anderen Parteien gelten ihr als Vorstufe zur Diktatur. Im Fall einer Regierungsübernahme plant die AfD Maßnahmen, mit denen staatliche Institutionen nach ihren Willen umgebaut oder abgeschafft werden sollen. Sie strebt zudem ein ethnisch-homogenes „deutsches Volk“ an. Sie will darauf hinarbeiten, dass das Grundrecht auf Asyl vollständig abgeschafft und jegliche Art von Integration verhindert werden. Die AfD leugnet den vom Menschen gemachten Klimawandel Das voraussichtliche Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt stellt eine qualitative Veränderung für die gesamte Bundesrepublik dar. Wir rufen die Landshuter Zivilgesellschaft auf gegen den immer weiter voranschreitenden Rechtsruck gemeinsam zu protestieren – für eine Gesellschaft, in der man ohne Angst verschieden sein kann!
Wir fahren am 15.06 von Landshut gemeinsam zum Gegenprotest gegen Alice Weidel und die AfD nach Moosburg.
Hier die Fakten: 🗓️ Montag, 15.06.2026 🚊 16:49 Uhr, Gleis 6, Landshut Hbf ➡️ Treffpunkt am Bahnhof ist um 16:40 Uhr in der Bahnhofshalle Bitte kümmert euch selbstständig um ein Zugticket.
In Moosburg sind es etwa 15 Minuten zu Fuß vom Bahnhof bis zur Anfangskundgebung. Es gibt einen Demozug. Ende der Demo ist um 20 Uhr.
Dienstag, 10. Februar 2026, Einlass 18:00 Uhr – Beginn 19:00 Uhr
Zentrale zum Rieblwirt, Freyung 631, Landshut
2026 greift die extreme Rechte nach der Macht: In Sachsen Anhalt (wo am 6. September gewählt werden wird) steht die AfD schon ein dreiviertel Jahr zuvor in Wahlumfragen bei fast 40 Prozent. Die Brandmauern zur extremen Rechten in diesem Land werden, wo es sie noch gibt, mehr und mehr eingerissen. Demokratische Gegenkräfte, wo es sie noch gibt, sind zunehmend erschöpft.
‚Die neue faschistische Bewegung wächst uns gerade über den Kopf.‘ [Friedrich Burschel]. In dieser Situation finden bereits am 8. März die Kommunalwahlen in Bayern statt. Die extreme Rechte hofft hier auf ein Fünftel der Stimmen und darauf, sich vor Ort noch besser verankern zu können. Das Kommunalwahlprogramm der bayerischen AfD zeigt, wie eine rassistische, queerfeindliche und behindertenfeindliche Lokalpolitik zukünftig aussehen soll. Robert Andreasch hat es gelesen und den seit letztem Jahr schon laufenden Wahlkampf der Partei beobachtet. Doch es geht hier nicht nur um die absolute Zahl an Mandaten und Prozenten, sondern um das gesellschaftliche Klima an sich – in dem rechte Ideologien und Akteur_innen normalisiert werden und sich demokratische, menschenrechtsorientierte Akteur_innen zunehmend verteidigen müssen.
Robert Andreasch recherchiert seit vielen Jahren als freier Autor und Journalist über die radikale Rechte in Bayern. Außerdem arbeitet er bei der „antifaschistischen Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e. V.“ (a.i.d.a.) mit.
Veranstalter: Die Zentrale zum Rieblwirt, Runder Tisch gegen Rechts Landshut, Christliches Bildungswerk, Omas gegen Rechts Landshut, Haus International Landshut