3.3.20: Rechtsextremismus in Niederbayern

Der Runde Tisch gegen Rechts Landshut lädt zur Veranstaltung „Rechtsextremismus in Niederbayern“ mit Robert Andreasch ein.

Der Soziologe und Journalist arbeitet bei der antifaschistischen Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München. Diese sammelt seit 1990 Material zu Themen wie Nationalsozialismus, Rassismus oder extremen rechten Gruppierungen. Zusammenhänge in der rechten Szene werden recherchiert und die Entwicklung über längere Zeiträume verfolgt. Andreasch war Beobachter im Prozess gegen Rechtsterrorismus wie der NSU und der Gruppe von Martin Wiese, die 2003 einen Anschlag auf die Grundsteinlegung des jüdischen Zentrums in München geplant hatte.

In seinem Vortrag in Landshut wird er auf die extreme Rechte in Niederbayern eingehen.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 3. März, um 19.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus der AWO, Ludmillastraße 15a, statt.

Laut §6 Versammlungsgesetz sind Rechte, Neonazis, deren SympathisantInnen sowie Personen, die in der Vergangenheit durch rassistische, antisemitische, sexistische oder nationalistische Äußerungen aufgefallen sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.

12.10.19: Stürzenberger nicht unkommentiert lassen

Für Samstag, 12.10. hat sich er mehrfach vorbestrafte Münchner Hassredner Michael Stürzenberger zu einer Kundgebung vor der Martinskirche in der Landshuter Altstadt angekündigt.

Stürzenberger versucht sich selbst seit Jahren unter unterschiedlichsten Labels („Pegida München das Original“, „Bürgerbewegung Pax Europa“ (BPE), „PI News“, „Die Freiheit“…) als Gallionsfigur der „islamkritischen“ Bewegung zu inszenieren. Die von ihm prognostizierte angebliche „Islamisierung des Abendlandes“ ist ein rechter Kampfbegriff, der die bloße Anwesenheit von Muslim_innen zum Problem erklärt. Verallgemeinernde Begriffe wie „der Islam“ und „die Muslime“ grenzen Menschen bewusst aus der Gesellschaft aus. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (zu der u.a. die Islam- und Muslimfeindlichkeit oder Rassismus gehören), die sich zunehmend auch in gewalttätigen Übergriffen äußert, ist eine große Gefahr für unser Zusammenleben.

Wir wollen dagegen vor Ort als „kritische KundgebungsteilnehmerInnen“ protestieren (rote Karte, Schilder, Pfeiferl und was Ihr mitbringt).

Angekündigt ist die Stürzenberger Veranstaltung von 11.00-18.00 Uhr. Wir werden deshalb bereits ab 10.30 Uhr uns vor der Martinskirchen einfinden. Da Stürzenberger dafür bekannt ist bei solchen Kundgebungen Reden in einer Art Dauerschleife zu präsentieren, ist auch eine Unterstützung der „kritischen KundgebungsteilnehmerInnen“ zu einem späteren Zeitpunkt möglich.

Zeigen wir rechten Hetzern wie Stürzenberger und Co, dass sie auch in Landshut unerwünscht sind!