Treffen im Juli 2024:

Unsere nächsten beiden Treffen finden am Dienstag, 16.07.24 und Dienstag, 30.07.24 jeweils um 19.30 Uhr im Haus International (Orbankai 3, Landshut) statt. Wir freuen uns immer über neue Mitstreiter:innen!

24. Januar 2024: Gemeinsam gegen Rechts – Demokratie verteidigen

Es ist allerhöchste Zeit, uns gemeinsam gegen die anhaltenden Entwicklungen zu stemmen, nicht erst seit dem von#correctiv aufgedecktem Geheimtreffen. Es besteht eine reale Gefahr für unsere Demokratie. Wir müssen jetzt alle aufstehen gegen den Rechtsextremismus und unsere Demokratie verteidigen.

Daher lädt ein breites Bündnis der Landshuter Zivilgesellschaft zur Demo „GEMEINSAM GEGEN RECHTS – DEMOKRATIE VERTEIDIGEN“ am Mittwoch, den 24.01.24 um 19:00 Uhr vorm Landshuter Rathaus ein.

Wir alle sind gefragt, unsere Demokratie gegen Rechts zu verteidigen, jetzt und hier – am 24.01. in Landshut!

Veranstaltung am 25.09.23: Rechtsextremismus und Verschwörungsdenken? Keine gute Wahl

Im Vorfeld der Landtagswahl 2023 in Bayern wird uns Jan Nowak von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Einblicke in die verschwörungsideologische und rechtsextreme Szene in Bayern geben.

Wann? Montag, 25.09.2023, beginn der Veranstaltung ist 19.30 Uhr.

Wo? Zentrale zum Rieblwirt, Freyung 631, Landshut

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Laut Art. 10ABs.1 BayVersG sind Personen die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.

AfD Funktionäre unterstützen nun offiziell die verschwörungsideologischen „Montagsspaziergänge“ in Landshut

Seit Monaten treffen sich die Verschwörungsfreunde von „Bayern steht zusammen“ jeden Montag am Ländtor um dann durch die Stadt zu ziehen. Inhaltlich, wenn man das überhaupt so sagen kann, ist man flexibel: gegen Corona-Maßnahmen, gegen Krieg (wobei man sich in den einschlägigen Landshuter Telegram-Gruppen größtenteils auf der Seite Russlands positioniert), gegen „Klimahysterie“ oder kurz gesagt gegen den „Great Reset“, der als Ursache hinter alldem vermutet wird. Bei letzteren handelt es sich um die verschwörungsideologisch-antisemitische Vorstellung einer kleinen globalen Machtelite, die mithilfe ihrer Marionetten in Politik und Gesellschaft die Weltherrschaft anstrebt. Soweit so erwartbar und dämlich.

(Quelle: Screenshot youtube

Die Landshuter AfD hatte sich lange aus dem Spektakel von „Querdenken 871“ beziehungsweise „Bayern steht zusammen“ rausgehalten. Anfang Mai 2020 sah man Bernhard Kranich (AfD-Kreisrat, Geisenhausen) vor dem Landshuter Rathaus demonstrieren, später war er in Freising auf Veranstaltungen zu sehen. Im September 2021 war er Teil eines kleinen Häufchens, dass in Vilsbiburg gegen Jens Spahn protestierte. Ansonsten zeigt sich Kranich durchaus umtriebig in einschlägigen Telegram-Gruppen, jedoch nicht in den speziellen Landshuter Gruppen von Dreyer und Co. Im Juli 2020 besuchte sein Parteikollege und Stadtrat Günter Straßberger eine Kundgebung auf der Ringelstecherwiese in Landshut. Ansonsten hielt man sich von den Landshuter Protestierenden eher fern. Auch in den Landshuter Telegram-Gruppen war man sich über die AfD uneinig. Sahen einige in ihr die „einzige Oppositionspartei in Deutschland“, hielten andere sie in ihrem verschwörungsideologischen Narrativ für „gelenkte Opposition“.

Seit November 2022 marschiert die AfD Landshut nun offiziell bei den Demonstrationen von „Bayern steht zusammen“ mit. Am 7.11.22 wurde sie bereits vom Organisator Bernd T. Dreyer vom Lautsprecherwagen aus begrüßt, am 14.11.22 beteiligte man sich nach Angaben der AfD mit einem Infostand. Daran beteiligt waren u.a. die Stadträte Günter Straßberger und Rainer Ecker, Kreisrat Bernhard Kranich, der vormalige Stadtratskandidat Ralf Peter Mai, sowie Sascha K..

(Quelle: Telegram; Unkenntlichmachung RTgR)

Eine besondere Brisanz erfährt die Kooperation zwischen „Bayern steht zusammen“ und AfD dadurch, dass die Organisation um Bernd T. Dreyer nach eigenen Angaben eine Liste angelegt hat, auf der Menschen notiert sind, die aus ihrer Sicht „Täter“ seien, „insbesondere die lokale und regionale Politik, die Polizei, Justiz, Gesundheitsamt, Schulamt, die lokale Presse… und zieht sich in viele andere gesellschaftlich Bereiche“. Bei letzteren sind vermutlich Geschäfte, Restaurants und ähnliches gemeint. So wurden zum Beispiel intern in den letzten beiden Jahren immer wieder Läden und Lokale in den Telegram-Gruppen angeprangert, die sich an die staatlichen Corona-Vorgaben hielten und somit zum Ziel für Dreyer & Co wurden. Dass eine solche Liste eventuell auch strafrechtliche Konsequenzen zeitigen könnte, ist den Leuten von „Bayern steht zusammen“ offenbar durchaus bewusst. So schreiben sie: „Noch ein Hinweis für die Mitleser der Behörden, von Kripo und Staatsschutz: diese Dokumentation ist mehrfach gesichert und befindet sich AUßERHALB DES ZUGRIFFS VON GEWALTSAMEN, RECHTSWIDRIGEN HAUSDURCHSUCHUNGEN“ [Hervorhebungen im Orginal].

(Quelle: Telegram)

Die Landshuter Lokalpolitik, die ja nie große Berührungsängste mit der örtlichen AfD hatte, wäre gut beraten, ihre bisherige Haltung zu überdenken. Wenn schon nicht aus der banalen Einsicht, dass man mit den ProtagonistInnen einer in großen Teilen semifaschistischen Partei nicht zusammenarbeitet, dann vielleicht ja aus Selbstschutz. Mit dem Kontakt zu den Funktionären der Landshuter AfD könnte es „Bayern steht zusammen“ zumindest von nun an leichter fallen, ihre Liste mit Infos über „Täter“ aus der Regionalpolitik zu füllen.

5.11. + 10.12.22: „Solidarisch durch die Krise“

Am 5.11. und 10.12 findet jeweils um 14 Uhr vor dem Rathaus in der Altstadt die Demo „Solidarisch durch die Krise“ statt.

Angesichtes der aktuellen Krisensituation ist die Existenz vieler Menschen bedroht. Viele wissen nicht, wie sie Gas- und Stromrechnung bezahlen sollen oder haben Angst, ihre Wohnung zu verlieren. Auch die Klimakrise bedroht unsere Existenz. Es ist möglich, dass alle eine ausreichende Grundversorgung haben und niemand in Not ist. Was unsere Gesellschaft jetzt wirklich braucht ist eine gerechte Verteilung und ein ökologischer Umbau!

Ökologisches und Soziales darf nicht gegeneinader ausgespielt werden. Deshalb gehen wir gleich zwei Mal in Landshut auf die Straße und rufen alle Menschen auf, für eine gerechte Welt aufzustehen und sich für eine solidarische Gesellschaft sowie ein selbstbestimmtes Leben einzusetzen!

Bei unseren Protesten haben Verschwörungsideologien, Nationalismus, jede Form von Diskriminierung und Hetze keinen Platz.

Samstag, 5.11.22: 14 Uhr, Rathaus, Landshut
Samstag, 10.12.22: 14 Uhr, Rathaus, Landshut

Der Flyer und eine längere Textfassung davon können hier heruntergeladen werden:

Nachruf

Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinausgibt, geht nicht verloren“
(Albert Schweitzer)

Kurt Büttler

Kurt Büttler

9.12.1944 – 5.7.2022

Ein lieber Mensch und wichtiger Mitstreiter ist nicht mehr unter uns. Kurt war Gründungsmitglied des Runden Tisch gegen Rechts Landshut und prägte ihn über 20 Jahre wesentlich. Sowohl als Redner oder im Pressegespräch wie auch als Organisator im Hintergrund trat Kurt immer geradlinig für eine freie und menschliche Gesellschaft ein. Sein Tod hinterlässt eine riesige Lücke und wir vermissen ihn als Freund und Mensch.

Wir werden weiter für seine Werte eintreten

Runder Tisch gegen Rechts Landshut

8. Mai 2021 – Gedenkfeier zum 76. Jahrestag der Befreiung vom NS-Regime

Wir treffen uns am 8. Mai um 17.00 am Eingang des Achdorfer Friedhofs und gedenken mit einer Rede, die Thomas Keil halten wird, und der Niederlegung von roten Nelken den Opfern des Hitlerfaschismus. Wir erinnern am 8. Mai an die Hoffnung der Befreiten auf eine Welt ohne Kriege, Elend und Unterdrückung.

76 Jahre nach der Niederlage des Nationalsozialismus, in einer Zeit, in der die AFD im Bundestag und vielen Parlamenten sitzt und das Treiben gewalttätiger und mordender Neonazis alltägich wird, wollen wir damit ein antifaschistisches Zeichen gegen diese gefährliche Entwicklung setzen.

Veranstalterin: VVN-BdA Landshut

Mitmachaktion gegen dubiose Anticorona-Aktivitäten

Der Runde Tisch gegen Rechts Landshut initiierte eine Mitmachaktion gegen Antisemitismus, Rassismus, Nazis und Verschwörungstheorien! Inzwischen haben sich bereits einige Leute mit Bild eindeutig positioniert:

Auf diese Weise entstand eine Collage mit der Überschrift: Grundrechte schützen!

Diese Collage ist ein coronabedingtes Dagegenhalten gegen die landauf landab stattfindenden Anticorona-Demos, Kundgebungen oder Autokorsos – auch in Niederbayern – auch in Landshut.

Unter welchem Namen sie auch immer firmieren, finden wir es erschreckend, wie anlässlich einer Pandemie unter dem Mäntelchen des Grundrechtsschutzes menschenrechts- und demokratiefeindliche Ismen und Theorien vollmundig verkündet werden und häufig unter Missachtung aller gesundheitsschützender Maßnahmen. Auch AfD Politiker gehören landesweit zu den Teilnehmern, wobei sie die Nähe zu Rechtsextremen nicht stört. Schlag nach bei Goethe kann man da nur sagen: „Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist …“

Wir sammeln weiter Beiträge mit Fotos, die wir gegebenenfalls auf der Website des Runden Tischs gegen Rechts veröffentlichen.
Sollten auch Sie sich an dieser Mitmachaktion beteiligen wollen, dann schicken Sie Ihr – gerne auch kreativ gestaltetes – Foto an rundertisch-landshut@web.de unter dem Motto: „Grundrechte schützen! Und als Hygienemaßnahme Abstand halten zu Antisemitismus, Rassismus, Nazis und Verschwörungstheorien!“