AfD und Rechtsruck entgegentreten – Kundgebung am 7. September, 18:30 Uhr Rathaus Landshut

Nach aktuellen Prognosen wird die AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen
Anhalt am 6. September 2026 ihr Wahlergebnis von 2021 mehr als
verdoppeln können – von knapp 21 Prozent auf über 40. Sie wird damit mit
Abstand die stärkste Fraktion im dortigen Landtag sein, schlimmsten Falls
wird sie sogar die Regierung für die nächsten fünf Jahre stellen. Somit wäre
Sachsen-Anhalt das erste Bundesland, das nach 1945 wieder eine
rechtsextreme Regierung hätte.
Das Wahlprogramm aus Sachsen-Anhalt zeigt, dass die AfD ein fundamental
anderes Verständnis von Staat, Demokratie, Gesellschaft und
Gewaltenteilung hat. Sie sieht sich als einzig wahre Verfechterin der
Demokratie, die Politik aller anderen Parteien gelten ihr als Vorstufe zur
Diktatur.
Im Fall einer Regierungsübernahme plant die AfD Maßnahmen, mit denen
staatliche Institutionen nach ihren Willen umgebaut oder abgeschafft
werden sollen. Sie strebt zudem ein ethnisch-homogenes „deutsches Volk“
an. Sie will darauf hinarbeiten, dass das Grundrecht auf Asyl vollständig
abgeschafft und jegliche Art von Integration verhindert werden. Die AfD
leugnet den vom Menschen gemachten Klimawandel
Das voraussichtliche Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt stellt eine qualitative
Veränderung für die gesamte Bundesrepublik dar. Wir rufen die Landshuter
Zivilgesellschaft auf gegen den immer weiter voranschreitenden Rechtsruck
gemeinsam zu protestieren – für eine Gesellschaft, in der man ohne Angst
verschieden sein kann!

Spaziergang „Spuren von NS-Tätern in Landshut“ am 22. Februar 2026

Am Sonntag, 22.02.26 findet unter dem Motto „Spuren von NS-Tätern in Landshut“ ein Spaziergang mit Franz Gervasoni vom Verein Stolpersteine für Landshut – Gegen das Vergessen e.V statt. Er wird uns Orte in unserer Stadt zeigen, die mit NS Tätern bzw. ihren Taten in Verbindung stehen.

Treffpunkt für den Spaziergang ist 11 Uhr am alten Gefängnis, Innere Münchner Straße 4.

Der Spaziergang ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Unsere nächsten Treffen:

  • 16. Dezember 2025
  • 13. Januar 2026
  • 10. Februar 2026 neuer Termin: 27. Januar 2025

Wir treffen uns jeweils um 19.30 Uhr im Nebenraum des Haus International (Orbankai 3, Landshut)

Wir freuen uns wie immer über rege Beteiligung und neue Gesichter!

Was passiert, wenn Hass regiert? – CORRECTIV auf Tour

Im Februar 2024 gingen nach der CORRECTIV-Veröffentlichung über das Geheimtreffen in Potsdam Millionen Menschen auf die Straße, um ein Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen. Trotzdem konnten sich völkische Narrative, wie der verharmlosende Tarnbegriff der Remigration, im gesellschaftlichen Dialog festsetzen. Die politische Debatte ist nach rechts gerückt und die rechtsextremen Tendenzen in der AfD treten immer unverhohlener zu Tage.

Reporterinnen und Reporter des gemeinwohlorientierten Medienhauses CORRECTIV wollen darüber reden: über die Gefahren für unsere Demokratie, über Desinformationskampagnen und Deutungshoheit in den Medien und Meinungsblasen, über die Erkenntnisse und Hintergründe ihrer Arbeit. Seit nunmehr zehn Jahren recherchieren sie intensiv zur AfD. Sie deckten die AfD-Spendenaffäre auf, zeigten die fragwürdigen Verbindungen der Partei nach Russland und machten deutlich, wie eng die AfD mit der rechtsextremen Szene vernetzt ist.

Sebastian Haupt hat Politik- und Musikwissenschaft studiert und ist seit 2023 als Journalist bei CORRECTIV tätig. Zuvor war er bei Katapult beschäftigt und recherchiert seitdem immer wieder zum Themenbereich Rechtsruck, Populismus und Extremismus.

Ab 18:00 Uhr besteht die Möglichkeit, in der Zentrale zum Rieblwirt à la carte zu speisen. Der Vortrag beginnt um 19:00 Uhr.

Der Eintritt erfolgt auf Spendenbasis.

Eine Veranstaltung des CBW Landshut in Kooperation mit Haus International Landshut, Zentrale zum Rieblwirt, Omas gegen Rechts Landshut und Runder Tisch gegen Rechts Landshut